Am 19.01 wollen wir uns ganz den lokalen Gegebenheiten widmen und schauen wer sich in der hamburger Naziszene zum Kader herausgebildet hat, was es für Aktivitäten in der letzten Zeit gab und wieso sich die extreme Rechte in Hamburg doch ein wenig vom restlichen Bundesgebiet unterscheidet. Ans Herz gelegt sei allen an dieser Stelle die umfassende Broschüre „Die Reihen fest geschlossen“.
Und nicht zu vergessen: Naziaufmarsch in Dresden VERHINDERN!
Also bis zum
Ahoj-Plenum am Dienstag, 19.01.2009, 18:30 Uhr im Infoladen Schwarzmarkt (Kleiner Schäferkamp 46)
Thema: Die extreme Rechte in Hamburg
Auf unserer Dresden Info-Seite (hier) findet ihr in Zukunft alles aktuelle zur Fahrt von Hamburg nach Dresden.
Außerdem werdet ihr hier über Veranstaltungen, z.B. Mobilisierungsveranstaltungen, Solipartys, Infoabende, mit Bezug zum 13.02 informiert.
Nachdem ihr hoffentlich alle feurig ins neue Jahr gekommen seid, geht’s am kommenden Dienstag wieder weiter mit dem offenen Jugendplenum. Dann wollen wir uns damit beschäftigen, was die Neonaziszene speziell für Frauen bietet und wie sie von ihnen mitgestaltet wird. Dazu wollen wir den Film “NeonazistInnen – Frauen in der rechten Szene” gucken. Der Film geht ca. 20 Minuten, was uns im Nachhinein noch genug Raum für Diskussion und Gespräch bietet.
Ahoj-Plenum am Dienstag, 05.01.2009, 18:30 Uhr im Infoladen Schwarzmarkt (Kleiner Schäferkamp 46)
Thema: Frauen in der rechten Szene
Das Ahoj-Plenum, dass vor zwei Wochen den Neubeginn mit einer netten Gesprächs- und Kennenlernrunde hatte, geht am Dienstag den 22.12 das Thema „Extremismusbegriff“ an um herauszufinden was sich hinter der Gleichstellung linker Inhalte mit denen der extremen Rechten verbirgt und was überhaupt als „extremistisch“ gilt.
Natürlich sind wieder alle Interessierten wilkommen.
Aufgrund organisatorischer Probleme findet das erste Treffen erst am 8.12.2009, 18:30 im Schwarzmarkt statt.
Natürlich seid ihr trotzdem alle herzlich eingeladen, Dienstags beim Jugendantifatag vorbeizuschauen.

Wenn auch du…
… Interesse hast, dich aktiv gegen Faschismus, Rassismus und Sexismus einzusetzen, kannst du jeden zweiten Dienstag um 18:30 Uhr im Infoladen Schwarzmarkt vorbeikommen! Dann findet das offene
Jugendplenum [ahoj] statt, bei dem wir gemeinsam sowohl theoretisch als auch praktisch etwas gegen die herrschenden Verhältnisse unternehmen wollen.
Termine
Di. 8.12 / 18:30
Auftaktplenum und Vortrag
Wir wollen uns bei Kaffe und Kuchen kennenlernen,
außerdem gibt es einen Vortrag zum Bullenhuser Damm und Vorbereitung des Ausfluges am:
So. 13.12 / 12:00
Ausflug und Führung
KZ-Gedenkstätte Neuengamme (dreistündig, Spende für Fahrt und Führung erwünscht, kein muss)
Di. 22.12 / 18: 30
Thema: Extremismusbegriff
Vortrag
Alle¹ Veranstaltungen finden im Infoladen Schwarzmarkt (Adresse) um 18:30 Uhr statt.
¹Auch die Fahrt nach Neuengamme geht dort los, jedoch um bereits 12:00 Uhr
Endlich ist es wieder so weit.
Wir laden herzlich ein zum antifaschistischen offenen Jugendplenum Hamburg.
Um wieder für alle Interessierten offen zu sein ist ein kompletter Neustart vorgesehen, der am 24.11 seinen Anfang findet.
An diesem Tag wollen wir uns erst einmal kennenlernen, über unsere Vorstellungen reden und den weiteren Verlauf ins Auge fassen.
Wie der Name schon sagt, soll es hier vorrangig um antifaschistische Politik gehen, aber trotzdem offen sein für alle Einflüsse die ihr mit aufs Plenum tragt.
Das genaue Programm folgt innerhalb der nächsten Tage mit einer Postkarte, die auch in diversen Läden zu finden sein wird.
Wir freuen uns auf euch.
Auftaktplenum:
Dienstag, 08.12.2009 um 18:30 Uhr im Infoladen Schwarzmarkt (Kleiner Schäferkamp 46, 20357 HH)
Antifaschistische Solidarität ist notwendig
Seit Wochen protestieren Hamburger AntfaschistInnen mittels der „Aktion Brauner Sack“ gegen Informationsstände der NPD im Bundestagswahlkampf, weil sie die Verbreitung von menschenverachtender Propaganda nicht widerspruchslos hinnehmen wollen. Auch vor dem Bundestagswahlkampf gab es schon Proteste gegen Stände der Nazi-Partei. Bei einem Stand der NPD am 7. März im Stadtteil Billstedt kam es zu einem brutalen Übergriff der Neonazis auf drei Antifaschisten. Doch statt der Nazischläger steht nun am 6. Oktober der Antifaschist Jonas vor Gericht, ein weiterer Prozess
gegen einen anderen Nazigegner ist demnächst zu erwarten.
Was geschah in Billstedt?
Für den 7. März hatte die NPD einen bundesweiten Aktionstag ausgerufen und der Hamburger Landesverband führte unter dem rassistischen Motto „ Kapitalismus und Überfremdung – Nationalen Sozialismus erkämpfen“ einen Infostand in Billstedt durch.
Die Partei DIE LINKE hatte eine Gegendkundgebung angemeldet an der sich viele Menschen beteiligten. Als eine Gruppe von Antifaschisten sich dem NPD-Stand näherte, wurden sie ohne Vorwarnung angegriffen. Die Nazis prügelten auf mindestens drei Personen ein. Die anwesende Polizei schritt erst mit Verzögerung ein und schlug dann die Antifaschisten, einer erlitt eine leichte Gehirnerschütterung. Dann wurden die drei festgenommen. Die AG Antifaschismus der LINKEN schrieb dazu in einer Pressemitteilung „Wir sind entsetzt über das Verhalten der Polizei, die gegen couragierte Antifaschisten vorgeht, anstatt eine gewalttätige Neonazi-Kundgebung der NPD aufzulösen.“
Die Nazis
Einer der Nazischläger von damals ist der NPD-Aktivist Raphael N. Er meldete den NPD-Stand nicht nur an, sondern trug bei dem Übergriff auch quarzgefüllte Handschuhe, welche die Polizei bei ihm sicherstellte und die als passive Bewaffnung gelten. Raphael N. ist polizeibekannt, er wurde im August 2007 erwischt, als er zusammen mit einem Kameraden Scheiben bei ausländischen Restaurants einwarf. Die Polizei fand damals NPD-Ausweise bei den beiden. Vor wenigen Wochen war N. bei einem NPD-Infotisch erneut an einem Übergriff auf zwei Passantinnen in Barmbek beteiligt. Die Medien berichteten darüber ausführlich. Interessant ist auch die Vergangenheit des NPD-Schlägers. Er wurde im Frühjahr 2007 zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden der CDU-nahen Jungen Union gewählt, obwohl er schon 2005 eine Solidaritätsbotschaft an die NPD mit dem Titel „Der entschlossene Kampf“ gesendet hatte.
Der Prozess
Absurderweise steht nun der Antifaschist Jonas vor Gericht, weil er von eben jenem Nazischläger Raphael N. angezeigt wurde. Wir weisen die unhaltbaren Anschuldigungen entschieden zurück und fordern Freispruch für Jonas. In den vergangenen Wochen hat sich gezeigt, dass die NPD brutale Schläger und diverse vorbestrafte Gewaltverbrecher in ihren Reihen hat – allen voran der wegen Körperverletzung und Volkverhetzung bekannte Landesvorsitzende Jürgen Rieger. Bei dem Prozess braucht Jonas unsere Solidarität Wir werden ihn nicht alleine lassen!
Kommt zum Prozess: Dienstag, den 6.Oktober 12.30 Uhr (Prozessbeginn
13.00 Uhr) Amtsgericht HH- St. Georg, Raum 1.04, Lübecker Tordamm 4
Wie die aufmerksamen Leser_innen unter euch vielleicht bereits bemerkt haben, wurde in den letzten Wochen und Monaten eher wenig Plenumbezügliches auf diesem Blog veröffentlicht. Unsere folgende Ansage, dass sich das nun ändern wird, ist keineswegs nur leere Luft. Tatsächlich ist ein neues Programm in Vorbereitung, dass nicht nur für die alten Ahoj-“Plenumshasen“ interressant sein wird. Es soll sich an alle Jugendlichen richten, die sich für antifaschistische und emanzipatorische Politik interessieren und engagieren wollen, auch wenn ihr euch zuvor noch gar nicht damit beschäftigt habt.
Das Programm wird demnächst in Form von Postkarten an vielen Orten, wie auch auf diesem Blog, zu finden sein.
Somit findet diesen Dienstag (22.09.2009) das vorerst letzte Plenum statt, um bereits in den nächsten Wochen mit hoffentlich vielen neuen Gesichtern ein Comeback zu feiern.